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[Rezension] Gaby Köster – Die Chefin

Posted by on 05/05/2015

Klappentext:
»Die Chefin« ist ein Roadmovie der Extraklasse, spannend, lustig, abenteuerlich. Rock’n Roll-stuhl von Menschen, die das Glück nicht gerade gepachtet haben. Egal, dass das Leben manchmal ein Arschloch ist: Wenn’s läuft, dann läuft’s, auch wenn das Laufen schwerfällt. Marie Sanders Leben ist in Schieflage geraten. Bei der erfolgreichen Rocksängerin, von allen nur »Die Chefin« genannt, läuft’s nicht mehr. Es sitzt sich nur noch. Und zwar im Rollstuhl. Schlaganfall, kurz nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag. Also ideale Voraussetzungen, um die Verfolgung einer verbrecherischen Bande aufzunehmen. Um sich auf eine Odyssee durch halb Europa zu begeben. Um sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben. Um zwei Kindern ihre Eltern wiederzugeben. Um das Leben neu anzugehen.

Meine Meinung:
Der Humor von Gaby Köster verpackt in einem abenteuerlichen Roadmovie, dazu eine Protagonistin, die nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt – die Parallelen zu ihrem eigenen Leben sind hier gleich offensichtlich und haben mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Und da ich Gaby Köster und ihre kölsche Schnodderschnauze total mag, war natürlich klar, daß ich hier zur Hörbuch-Variante greife.

Nur war das hier Fluch und Segen zugleich. Natürlich liest Gaby Köster in ihrer typischen Art sehr unterhaltsam – leider aber auch ohne Punkt und Komma. Regelmäßig wird das Satzende überlesen und mehrere Sätze in hohem Tempo quasi zu einem zusammengefaßt. Ich empfand das auf Dauer als unheimlich anstrengend und konnte das Hörbuch deswegen auch nur in wohldosierten Etappen anhören.

Die Geschichte war überraschenderweise sehr tiefgründig, die Mischung mit Comedy ließ die Ernsthaftigkeit des Themas aber leider untergehen. Auch die unglaublich vielen glücklichen Zufälle machten die Geschichte irgendwann einfach nur noch unglaubwürdig.

Trotzdem gebe ich der Geschichte gute 3 Sterne, weil der Schreibstil knackig und humorvoll ist und ich gerade am Anfang mehrere Male herzhaft lachen konnte. (Den ein oder anderen Spruch von ihr habe ich auch für passende Situationen gleich mal abgespeichert.)
Auch finde ich die Idee, eine Geschichte über die Roma und ihre Lebensbedingungen zu schreiben, wirklich gut – wenn auch in der hier vorliegenden Mischung nicht so recht gelungen.
Ich mag allerdings ungern die Hörbuchversion empfehlen, sondern eher dazu raten zum Buch zu greifen, zumal dieses wohl ein ausführliches Nachwort hat, wie Gaby Köster auf die Idee kam über Roma zu schreiben und wie und wo sie dahingehend auch recherchiert hat.

Fazit: Bedingt gelungene Mischung aus ernstem Hintergrund und Comedy von der Kölner Schnodderschnauze Gaby Köster sternsternstern

Ich bedanke mich recht herzlich bei Randomhouse Audio für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

One Response to [Rezension] Gaby Köster – Die Chefin

  1. Yvonnes

    Hey!
    Die erste halbe Stunde habe ich jetzt gehört und ich muss sagen, dass ich ein großes Problem mit der Art zu lesen habe. Die Stimme von Gaby Köster finde ich nur bedingt angenehm zu hören und die Betonung ist einfach grausam. Wie du schon sagst. Ohne Punkt und Komma, zum Teil ganz merkwürdig betont. Ich gebe dem Hörbuch morgen nochmal eine Chance. Vielleicht höre ich mich ja ein.
    LG
    Yvonne

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