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[Rezension] Guido Kniesel – Kein Wille geschehe

Posted by on 08/04/2015

Klappentext:
»Hör zu, Doktor! Menschen sind wie lose Blätter im Wind, die sich einbilden, sie würden die Richtung vorgeben. Aber es gibt keinen Plan, keinen Gott, überhaupt keine höhere Macht, die irgendetwas vorgibt. Alles wird vom blinden Zufall und dem gnadenlosen Kausalprinzip der Naturgesetze bestimmt. Erkennst du die Wahrheit, Doktor? Schuld ist nichts weiter als ein Hirngespinst der Menschheit, denn in der Natur kommt Schuld gar nicht vor … und deshalb ist es völlig gleichgültig, ob ich Menschen töte.«
Wer ist der Wahnsinnige, der kurz nacheinander zwei Männer tötet und ihnen mit ihrem Blut »Amor Fati« − Liebe zum Schicksal − auf die Stirnen schmiert? Dem forensischen Psychiater Dr. Hendrik Jansen, der beide Opfer kannte, wird nach und nach klar, dass dies nur das grausame Vorspiel eines Mörders war, der es im Grunde auf ihn abgesehen hat. Als Hendriks Frau mit dem gemeinsamen Sohn spurlos verschwindet, beginnt für ihn ein verzweifelter Kampf gegen einen Gegner, der von einem perfiden Plan getrieben wird.

Meine Meinung:
Inhaltlich hat mich das Thema brennend interessiert: ab wann ist man voll zurechnungsfähig und wann nicht?
Voller Vorfreude bin ich also an das Buch herangegangen und war schon beim Prolog kurz davor, es auch gleich wieder abzubrechen.
Ich bin sowieso kein Fan von besonders brutalen Büchern, aber wenn die Gewalt dann auch gegen kleine Kinder geht, ist bei mir Schluß.

Nun war es ja „nur“ der Prolog und ich habe dreimal heftig geschluckt und in der Hoffnung weitergelesen, daß das nicht das Hauptthema des Buches sein wird. Aber leider geht die Brutalität weiter und immer wieder war ich an dem Punkt, das Buch endgültig abzubrechen. Andererseits haben mich natürlich schon die Hintergründe und auch das Ende des Buches interessiert und so habe ich mich tapfer bis zum Ende durchgekämpft.

Außer der Brutalität störte mich noch, daß die Geschichte zwischenzeitlich zu sehr in einen anderen (technischen) Bereich abdriftet, der zwar schon zur Handlung gehört, aber für meinen Geschmack zu viel Raum eingenommen hat. Auch die Polizeiarbeit fand ich sehr unglaubwürdig – aber auf beides kann ich leider nicht weiter eingehen, da ich sonst spoilern würde.

Das Thema ist wirklich interessant und der Plot prinzipiell wirklich gut, auch die Zitate von Schrifstellern, Philosophen und anderen zu Beginn der einzelnen Abschnitten waren gut gewählt, trotzdem konnte die Umsetzung mich persönlich leider gar nicht ansprechen.

Fazit: Spannender aber sehr brutaler Roman Ganzer SternGanzer SternHalber Stern

Ich bedanke mich ganz herzlich bei bookspot für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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