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[Abgebrochen] Kai Twilfer – Schantall, tu ma die Omma winken!

Posted by on 01/03/2015

Schantall, tu ma die Omma winken!

Aus dem Alltag eines unerschrockenen Sozialarbeiters

Kurzbeschreibung:
Selbstlose Sozialarbeit mit Menschen, die in gesellschaftliche Schieflage geraten sind, ist etwas Ehrenwertes. Der Sozialarbeiter Jochen könnte die meisten seiner sehr speziellen »Kunden« allerdings zum Mond schießen. Unfreiwillig von der beschaulichen Kulturbehörde einer Kleinstadt in den Sozialdienst versetzt, wird Jochen direkt mit dem Härtefall der Unterschichtfamilie Pröllmann konfrontiert. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit in der Welt der Sonnenbänke und Glitzer-Handys fängt Jochen an, die Familie nebst Tochter Schantall in sein Herz zu schließen. Trotzdem muss er sich gelegentlich Luft machen, um Schantall, Tschastin und Co ertragen zu können. In dieser satirischen Abrechnung zeichnet Jochen schonungslos die Kuriositäten im Leben einer bildungsfernen Familie nach. Egal ob Kindergeburtstage bei McDoof, Dosensektpartys in Lloret de Mar oder erzwungene Kirmesbesuche mit der kompletten Sippschaft- Jochen ist nun Teil des Ganzen. Während sein ambitionierter Plan, Niveau in die Welt der Unterschicht zu bekommen, zum Scheitern verurteilt scheint, stellt sich ihm aus der Nähe betrachtet die Frage, ob nicht bereits ein bisschen »Schantall« in jedem von uns steckt.

Meine Meinung bis Seite 72:
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und hab mich auch nicht von den vielen schlechten Rezensionen abschrecken lassen – genau auf das, was viel bemängelt wurde, habe ich mich nämlich gefreut: jede Menge Klischees, Schubladendenken und das gepaart mit dem Ruhrpott-Slang.

Nur leider kam ich mit dem Schreibstil von Kai Twilfer gar nicht klar. Statt unterhaltsamen nicht ganz ernst zu nehmenden Geschichten kam mir das Ganze eher wie ein Schulaufsatz vor, in dem krampfhaft versucht wurde, den Humor in furchtbar komplizierte Satzkreationen zu verpacken:

Die vertikale Distanz wird in diesem Fall meist in Form einer Rolltreppe überwunden, die es den tütenbehangenen, oft dickbäuchigen Kosumjüngern leichter macht, den Höhenunterschied zu überwinden.

Die Familie Pröllmann wird nur von außen betrachtet, der „Sozialarbeiter“ greift niemals ein, der Leser bleibt also stiller Beobachter von Schantalls Leben.

Bis Seite 72 habe ich noch durchgehalten, dann habe ich das Buch beiseite gelegt und hatte auch keine Lust mehr, dem Ganzen noch mal eine Chance zu geben.

Fazit: Witzige Idee schlecht umgesetzt Ganzer Stern

4 Responses to [Abgebrochen] Kai Twilfer – Schantall, tu ma die Omma winken!

  1. Tessa

    Ich fand den Titel einfach schon immer so selten dämlich, deswegen kam bei mir nie so richtig Interesse auf. Aber gut zu wissen, dass es sowieso vergebene Liebesmüh wäre 😉 http://www.kastanies-leseecke.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cool.gif

  2. Bianca81

    Das Buch liegt auf meinem SuB, ich hab es mir aus den gleichen Gründen wie du zugelegt. Bin mal gespannt, ob ich es komplett schaffe. 😉

  3. Simone Koch

    Mir geht es so mit den „Rosie-Effekt“. Band 1 habe ich verschlungen, aber mit dem 2. tu ich mich schwer. Vielleicht sollte ich es auch beiseite legen.
    LG Mone

  4. Daggi

    Ich habe das Buch bisher nicht gekauft, weil ich mir dachte, dass es am Anfang sehr witzig ist und dann immer wieder das Gleiche.

    So ging es mir mit „Schmitz Mutter“.

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