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[Rezension] Ulrich Wickert – Das marokkanische Mädchen (Hörbuch)

Posted by on 19/04/2014

Ungekürzte Lesung  – 6 CDs
Gesamtlänge ca. 460 min
Sprecher: Ulrich Wickert

Klappentext:
Ein malerischer Waldweg unweit von Paris: Hier wird eine marokkanische Familie erschossen in ihrem Auto aufgefunden. Rechter Terror? Fanatische Islamisten? Drogenhandel? Erst sechs Stunden nach der Tat entdeckt die Polizei Kalila, die sechsjährige Tochter, die das Massaker in einem Versteck überlebt hat. – Ein Fall für Jacques Ricou.

Meine Meinung:
In einem Wald wird eine Familie in einem Wagen tot aufgefunden, alle hingerichtet mit einem Kopfschuß. Hinter dem Auto liegt eine weitere Leiche, niedergestreckt von einem Schuß in die Brust. Richter Jacques Ricou wird zu diesem Fall hinzugezogen, und da es nach einem Bandenkrieg aus dem Drogenmilieu aussieht, reist er nach Marakesch, um dort zu ermitteln. Doch schon bald wird klar, daß in diesen Mord hohe französische Politiker verwickelt sind, und es wird hochexplosiv.

Einen Roman zu hören, in dem reale Personen vorkommen, empfand ich einerseits als faszinierend, irgendwie aber auch als ein wenig verstörend – denn wenn ein Journalist einen Thriller schreibt, in dem reale Größen aus der französichern Gesellschaft und Politik vorkommen, fragt man sich unwillkürlich, inwieweit diese Geschichte wirklich durchgehend nur fiktiv ist…

Temporeich und spannend führt Wickert den Leser durch die französische High Society und die ersten Restaurants am Platze. Was am Anfang nach einem normalen Thriller aussieht, entwickelt sich schnell zu einem rasanten Politthriller mit Einbindung realer Größen der französischen Gesellschaft. Nach und nach eröffnen sich dem Leser weitere Verwicklungen, die den Mord ziemlich schnell in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das Ende hätte ich mir anders gewünscht, aber es ist schlüssig und logisch.

Mir gefällt es eigentlich immer sehr gut, wenn der Autor sein Werk selbst liest, mir persönlich hat Wickert allerdings nicht so gut gefallen. Die Personen waren bei Gesprächen schwer voneinander zu unterscheiden, außerdem empfand ich das regelmäßige Geraschel im Hintergrund (Umblättern des Manuskripts?) als sehr störend und auch die Umgangssprache („Neeee“, „nix“) bei manchen Unterhaltungen fand ich zwar auflockernd, aber für dieses Genre einfach unpassend.

Fazit: Ein spannender und temporeicher Politthiller mit Einbindung realer Größen der französischen Gesellschaft. sternsternsternstern

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