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[Rezension] Christiane F. – Mein zweites Leben

Posted by on 10/12/2013

Christiane F.

Mein zweites Leben

Klappentext:
Das Schicksal der damals 14-jährigen, drogenabhängigen Prostituierten Christiane F. aus »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo« ging um die Welt. Millionen Menschen weltweit sind mit dem Mythos Christiane F. aufgewachsen. Aber wie ging es weiter?
35 Jahre später erzählt Christiane Felscherinow ihr ganzes Leben. Eine Geschichte von Hoffnung und Hölle, glücklichen Jahren in Griechenland, Überlebenskampf im Frauenknast, Abenteuern unter Rock-Idolen, Literatur-Stars und Drogenhändlern. Im Mittelpunkt aber steht ihr Kampf, trotz aller Rauschgift-Exzesse eine gute Mutter für ihr Kind zu sein. Gemeinsam mit der Journalistin Sonja Vukovic hat sie nun ihr Leben rekapituliert. Das Ergebnis ist eine erschütternde, aber auch hoffnungsvolle Autobiografie. Eine Begegnung mit einer Gesellschaft, die den Rausch auslebt, aber den Süchtigen verachtet. Die Vollendung einer Story, die das Lebensgefühl von Generationen prägte – und damit auch ein Dokument deutscher Zeitgeschichte ist.

Meine Meinung:
So sehr ich mich auf das Buch gefreut hatte – so schwer habe ich mir dann doch mit dem Lesen getan…
Im Gegensatz zu „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ haben wir es hier mit einer Autobiographie zu tun und genau das hat es mir so schwer gemacht. Einerseits ist es ja schön, den Text so zu haben, wie die Autorin sich eben auch ausdrückt, schließlich geht es ja auch um die eigene Geschichte. Aber Christiane hüpft nur so in der Zeit herum, schweift ab und so fiel es mir schwer, ihrer Lebensgeschichte überhaupt klar zu folgen.

Des Weiteren frage ich mich spätestens ab der Hälfte, wieso dieses Buch überhaupt geschrieben wurde. Vom Titel her habe ich wirklich „ein zweites“ – also ein neues – Leben erwartet, aber eigentlich ist es wie gehabt. Leider ist sie immer noch abhängig (wenn auch inzwischen im Methadon-Programm) und scheinbar stolz darauf, wie alt sie doch trotz ihrer Lebensweise geworden ist (und vergleicht sich da mit Keith Richards). Sie ist inzwischen Mutter geworden, ihr Sohn lebt aber schon seit Jahren in einer Pflegefamilie. Das war es aber inhaltlich auch fast schon…
Spannend fand ich nur am Anfang zu lesen, wie es nach der Veröffentlichung ihres Buches weiterging. Wen sie alles getroffen und kennengelernt hat, daß sie zeitweise selbst Sängerin war und daß sie maßgeblich daran beteiligt war, daß Nena in den USA bekannt wurde. Ich gestehe, daß ich Letzeres angezweifelt habe, zumal das enstprechende Kapitel mit der ganzen Prominenz sowieso recht protzig erschien – aber es ist tatsächlich so gewesen (http://de.wikipedia.org/wiki/99_Luftballons).

Co-Autorin Sonja Vukovic kommt immer mal wieder zu Wort und berichtet in den Zwischenkapiteln über das Phänomen Christiane F., aktuelle Drogenpolitik, das Methadonprogramm und Statistiken.

Zum Ende hin kam ich mit der Geschichte überhaupt nicht mehr klar. Weiterhin sehr chaotisch mit vielen Wiederholungen und Abschweifungen z.B. in das Leben ihrer Schwester, wird es für meinen Geschmack jetzt zusätzlich noch extrem abgefahren. Ich mußte mich wirklich zwingen das Buch zu Ende zu lesen.

Fazit: Eine sehr chaotische und unstrukturierte Autobiographie, in der die Autorin leider nicht viel zu sagen hat. Von daher vergebe ich hier sternstern

3 Responses to [Rezension] Christiane F. – Mein zweites Leben

  1. Ela´s Büchertruhe

    Hey,
    ich lese es gerade und finde das es sehr „sprunghaft“ ist – bin jetzt bei knapp 40% mal sehen was ich nach beenden davon halte 🙂
    LG Ela

  2. Bianca

    Oh je, da kann ich mich ja auf was gefasst machen. 😉 Meinst du, man kann das Buch gut lesen, ohne „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ zu kennen? Ehrlich gesagt habe ich das Buch noch nie gelesen und weiß nicht, ob ich das noch mal eben schnell einscheiben kann, bevor die „Christiane F.“-Leserunde startet…

    • Kastanie

      Die Geschichte von Christiane F. kennt man ja eigentlich auch ohne das Buch gelesen zu haben. Ansonsten mal kurz im Internet nachlesen http://www.kastanies-leseecke.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif

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