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[Rezension] Andreas Gruber – Todesfrist

Posted by on 21/10/2012

Kurzbeschreibung:
In den Katakomben des Münchner, Kölner und Leipziger Doms werden die Körper ermordeter Frauen gefunden: die erste wurde in Tinte ertränkt, die zweite von Hunden zerfleischt und die dritte in einer Blechwanne verbrannt. Geht ein Serienkiller um, der nach den Motiven des Kinderbuchs Struwwelpeter ­tötet? Eine Spur führt die Kriminalkommissarin Sabine Nemez nach Wien, denn hier scheint der Mörder sein heimtückisches Spiel mit der Therapeutin Helen Berger zu treiben. Doch er hat sich das falsche Opfer ausgesucht …

„Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.“

Meine Meinung:
Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch absolut in den Bann gezogen! Ohne großes Vorgeplänkel ist man sofort mitten im Geschehen, daß auch nicht gerade zimperlich beginnt.

Geschrieben ist dieser Psychothriller aus drei verschiedenen Perspektiven:
Sabine Nemez, Polizistin, die mit der Arbeit als Profilerin liebäugelt, aber bisher abgelehnt wurde.
Helen Berger, Psychologin, erhält das Rätsel zur aktuell entführten Frau
Rose Harmann, Psychlogin – Rückblick auf eine zurückliegende Behandlung
Lediglich der Prolog ist aus der Sicht des Serientäters geschrieben und läßt den Leser sich kurz bewußt werden, wie kaltblütig, sadistisch und kompromißlos dieser vorgeht.

Scheinen am Anfang noch diese drei Erzählstränge völlig unabhängig voneinander zu agieren, im Verlauf der Geschichte nähern diese sich immer weiter an und dem Leser werden nach und nach die Zusammenhänge deutlich – auch warum auf dem Cover ausgerechnet „Der Struwwelpeter“ abgebildet ist. Ab etwa der Mitte des Buches ist endgültig klar, wer diese sadistischen Morde begeht, was der Spannung aber keinen Abbruch tut – ganz im Gegenteil, nun beginnt eine rasante Jagd auf den Täter, die nicht immer reibungslos verläuft. Aber genau das hat mir an dem Buch gefallen: die Protagonisten sind nicht perfekt, sondern durch und durch menschlich, teilweise sogar mehr als unsympathisch und auch die Ermittlungen werden bisweilen durch Vorgesetzte, Ermittlungspannen oder aber auch durch die Bürokratie erschwert. Auch wenn man nun weiß, wer der Täter ist, werden noch weitere Hintergründe aufgedeckt und das Puzzle somit erst richtig komplett.

Dieses komplexe und durchgehend spannende Buch kann man schwer wieder aus der Hand legen und bekommt mit Ganzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer SternHalber Sterndaher definitiv eine Leseempfehlung!

(Einen halben Stern Abzug, weil mir die Morde teilweise einfach zu sadistisch waren – was zwar sehr gut zu dem Buch paßt, mir persönlich aber ein Hauch zu viel war)

Ich bedanke mich recht herzlich bei BloggDeinBuch und Zeilenreich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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