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[Rezension] Marc Elsberg – ZERO

Posted by on 22/02/2019

Klappentext:
Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …

Meine Meinung:
Marc Elsberg hat in diesem Roman ein spannendes und aktuelles Thema aufgegriffen: Nutzung und Speicherung privater Daten. Die Szenerie spielt ein paar Jahre in der Zukunft, Datenbrillen, Smartwatches und andere digitale (Überwachungs)Programme sind völlig normal, die Datennutzung sogar erwünscht, da sie Geld für den Nutzer bringt und das Leben erleichtern soll. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und entsprechend nicht alles so harmlos, wie es von den Firmen dargestellt wird. Und so wird geschönt und vertuscht und auch vor Menschenleben wird dabei nicht Halt gemacht.

Nach einem etwas zähem Anfang hat mich die Geschichte absolut gepackt, weil das ganze gar nicht so utopisch, sondern ja fast in greifbarer Nähe ist. Der Wechsel der Perspektiven bringt noch zusätzlich Abwechslung mit sich, obwohl genau das auch zu Problemen geführt hat. Ich habe erst spät gemerkt, dass es am Ende ein Namens- und Schlagwortverzeichnis gibt, das hätte mir gerade am Anfang einiges erleichtert. Leider gibt es keine Überschriften, die Szenenwechsel sind daher sehr abrupt und das hat mich öfter aus dem Lesefluss gerissen, weil ich anhand der Namen nicht immer gleich wußte, ob es sich nun um die Redaktion, das FBI oder Zeros Organisation handelt und entsprechend hinten im Buch erst einmal nachschlagen mußte.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was den Vorteil hatte, dass sich das Buch schnell lesen ließ, auf der anderen Seite fehlte so oftmals Athmosphäre und Tiefgang.

Die Protagonisten hätte ich mir auch etwas mehr ausgearbeitet gewünscht, sie bleiben teilweise doch recht blass.

Inhaltlich hat mich das Buch absolut gefesselt und wer sich nicht an einer recht einfachen Sprache und nicht ganz ausgereiften Figuren stört, wird hier definitiv gut unterhalten.

Fazit: Erschreckend realistischer Roman über Datennutzung in der Zukuft 

4 Responses to [Rezension] Marc Elsberg – ZERO

  1. Sabine Kettschau

    Gnaah, das schlummert auch noch im RuB…und Blackout auch…

  2. Gabi

    Blackout ist und bleibt mein absolutes Lieblingsbuch von Marc Elsberg! Aber auch Zero fand ich nicht schlecht, wobei es bei Elsberg eigentlich immer so ist, dass das Thema im Vordergrund steht. Also auf sprachliche Finessen oder Charaktere, mit denen man sich besonders gut identifizieren kann etc. legt er nicht so viel Wert wie auf ausführliche Recherche – find ich zumindest. Was er aber an Story bietet, ist echt erschreckend. Hat da nicht Facebook gerade Jugendlichen Geld geboten, wenn sie ihnen ihr komplettes Nutzerprofil offenlegen? Passt perfekt zu Zero …

    Liebe Grüße
    Gabi

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