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[Rezension] Thomas Hermanns – Mörder Quote

Posted by on 31/01/2018

Klappentext:
Der Krimi für alle, die Castingshows lieben – oder hassen
„Music Star 3000“ ist die beliebteste Castingshow im deutschen Fernsehen. Es läuft bereits die sechste Staffel, und jeder kennt die Rituale, jeder kennt die Abläufe. Dann aber nimmt ein Mörder den Rauswahl-Mechanismus selbst in die Hand und bringt Woche für Woche einen Kandidaten um – mitunter vor laufender Kamera. Ist der Mörder einer der Kandidaten? Oder ein Jury-Mitglied? Die Einschaltquoten schießen jedenfalls ins Unermessliche. Denn das Motto der Show „Es kann nur einer übrig bleiben!“ wurde noch nie so ernst genommen.

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich kein wirklicher Krimifan, ist dieser allerdings tiefschwarz mit entsprechendem Humor gespickt, bin ich immer gern mit dabei. Das Genre-Comedy-Thriller war mir nun gänzlich unbekannt, klang aber allein wegen des Autors und der Mischung Thriller und Casting-Show nach einer sehr vergnüglichen Lektüre.

Thomas Hermanns schreibt sehr unterhaltsam und da er ja selbst aus der Unterhaltungsbranche kommt, beschreibt er auch die Hintergründe der Show und deren Abläufe sehr detailliert und vor allem pointiert. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind sicherlich kein Zufall und machen das Buch auch deshalb zu einem besonderen Genuss.
Es wird auch kein Klischee ausgelassen, weder bei den Kandidaten („die Schlampe, die Türkin, der Engel, die Transe, die Teufelin, der Schwiegersohn, der Schwule, der Rocker, der Verbrecher und der Freak“), noch bei den Juroren (der Boss der Show, „die Titte in der Mitte“ und der Alki-Clown).

Leichen gibt es reichlich, aber „The Show must go on“ und es ist ein Genuss diese herrlich absurde Abfolge der Tode  inkl. der teilweise recht ausgefallenen Todesarten zu lesen.

Ob ein echter Krimifan hier auf seine Kosten kommt wage ich zu bezweifeln, obwohl es jede Menge falsche Fährten und zahlreiche Verdächtige gibt. Selbst am Ende gab es noch einige Überraschungen, die ich so nicht habe kommen sehen.
Hier steht aber auch eigentlich nicht der Krimi im Vordergrund, ich sehe hier eher eine sehr amüsante Abrechnung mit dem Show-Biz, denn es geht trotz oder wegen der ganzen Leichen immer nur um die (Mörder-)Quote.

Ich habe mich durchgehend sehr gut unterhalten gefühlt, auch wenn nach etwa einem Drittel der Humor weniger und dafür der Leichenanteil mehr wurde.

Nichtsdestotrotz ein tollen Buch für Freunde, nein eher für Hasser der Casting-Shows, die nach diesem Buch solche Sendungen garantiert mit anderen Augen sehen werden…

Fazit: Unterhaltsamer und schräger Comedy-Thriller

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