browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

[Rezension] Dunja M. Pechner – Noch nicht mal alleinerziehend (Hörbuch)

Posted by on 27/01/2018

Gekürzte Lesefassung – 4 CDs
Gesamtlänge – ca. 317 min
Sprecher: Carolin Kebekus

Klappentext:
Wenn Fortpflanzung nicht der Sinn des Lebens ist…
Ja, es gibt sie tatsächlich: Frauen, die keine Kinder wollen. Und Nora ist eine davon. Bei ihr klafft weder eine Lücke, noch tickt da eine biologische Uhr – Kinder stehen einfach nicht auf der Lebenstraum-Liste der 37-jährigen Imageberaterin. Und so lebt sie frei, unbekümmert und rundum zufrieden. Genau so hatte sich Nora ihr Leben immer vorgestellt. Hätten sich nur nicht die Koordinaten in ihrem privaten Umfeld unbemerkt verschoben. Während Nora den Luxus der Freiheit zelebriert, feiern ihre Freunde fast ausnahmslos das Projekt Familie. Mit großen Folgen – auch für Nora. Plötzlich richten sich Verabredungen nach dem Biorhythmus des Nachwuchses, Mädchenabende müssen Monate im Voraus geplant werden und die Redewendung „die Nächte durchmachen“ bekommt nun eine ganze andere Bedeutung …

Meine Meinung:
Die Protagonistin Nora befindet sich gerade in einer Sinnkrise und nimmt sich ein Sabbatjahr, um sich neu zu orientieren. Das gibt ihr jede Menge Zeit für ihre Freundinnen – die aber inzwischen entweder schon Mütter oder mindestens schwanger sind. So haben sich die Interessen der Freundinnen verschoben und Nora wird immer mehr zur Außenseiterin.

Ich konnte mich gleich von Anfang an mit Nora identifizieren – ich habe zwar kein so ausschweifendes Leben wie sie, kenne aber eben auch die Probleme, wenn im Freundeskreis die ersten Babys schlüpfen und sich alles nur noch darum dreht. Das ist eigentlich gar kein so großes Problem, eher daß man als Nicht-Mutter schnell ausgegrenzt wird, wenn man die Begeisterung nicht genauso euphorisch teilt und irgendwann mag man eben auch die Sprüche à la „ohne Kinder ergibt das Leben keinen Sinn“ oder „willst Du nicht auch endlich mal Mutter werden“ nicht mehr hören. Mein Favorit ist immer noch „Du wirst irgendwann bereuen keine Kinder zu haben“ …

Genau darum dreht es sich in diesem Hörbuch. Nora möchte keine Kinder. Sie möchte auch keine feste Beziehung, sondern ihr Leben so genießen, wie es gerade ist. Sie ist dabei aber auch gern und liebevoll für die Kinder ihrer Freundinnen da, was sie unheimlich sympathisch macht. Trotzdem muß sie sich immer wieder anhören, daß sie ja nicht mitreden kann und dann wird auch mal bei der ein oder anderen Feier „vergessen“ sie einzuladen oder sie wird von vorneherein ausgeladen, weil sie ja die einzig alleinstehende Frau ist und so etwas meist zu Problemen (bei den anwesenden Ehefrauen) führt.

Prinzipiell waren alle Figuren sympathisch, es gab kein Gut oder Böse, was das ganze Buch zu einem wirklichen Genuß machte. Aber es war wirklich authentisch, viele Situationen kenne ich selbst gut genug und da die Lebenssituation der Autorin sehr ähnlich ist, gehe ich auch davon aus, daß hier autobiographische Tendenzen vorhanden sind.

Die Geschichte geht tief und ist trotzdem humorvoll und unterhaltsam. Ich habe mich keine Minute gelangweilt und hätte das Hörbuch auch in einem Rutsch durchhören können, wenn es die Zeit erlaubt hätte.

Carolin Kebekus war als Sprecherin einfach nur toll – sie liest nicht nur die Protagonistin Nora, sie ist Nora.

Fazit: Tiefgehende aber humorvolle Geschichte über die Probleme zwischen Müttern und kinderlosen Frauen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Per Klick lächeln: