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[Rezension] Nele Neuhaus – Unter Haien

Posted by on 05/04/2016

Klappentext:
New York, 1998: Die junge Investmentbankerin Alex Sontheim ist durch harte Arbeit und Zielstrebigkeit dort angekommen, wo sie immer hinwollte: ganz oben. Als sie den milliardenschweren Geschäftsmann Sergio Vitali kennenlernt, beginnt eine heiße Affäre. Alex genießt es, am Leben der wirklich Mächtigen teilzuhaben und gibt zunächst nichts auf die Stimmen, die sie vor Vitali warnen. Doch dann bringt eine ungeheuerliche Entdeckung Alex in tödliche Gefahr.

Meine Meinung:
Ich habe von Nele Neuhaus „Schneewittchen muß sterben“ mit Begeisterung gelesen und so freute ich mich auf dieses Buch, das zwar für meinen Geschmack etwas zu dick war (672 Seiten), vom Klappentext aber super spannend klang, sodaß ich mich an diesen dicken Schmöker mit großer Vorfreude herangewagt habe.

Leider war es dann eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Der Schreibstil war zwar auch hier sehr angenehm und leicht und locker zu lesen und die Idee der Geschichte auch wirklich klasse – nur die Umsetzung einfach katastrophal.

Die Geschichte braucht extrem lange um endlich in Schwung zu kommen und hat auch zwischendurch immer wieder Längen und Wiederholungen. Man hätte gut und gern um 200 oder mehr Seiten kürzen können.
Die Protagonistin Alex paßte auch hinten und vorne nicht. Auf der einen Seite eine hochintelligente Frau, die es auf dem Finanzmarkt ganz nach oben geschafft hat, auf der anderen Seite naiv, daß es schmerzt.
Dazu wird sie als absolute Superwoman dargestellt, daß es immer lächerlicher wurde. Es gab nichts was sie nicht konnte. Sie war ein absolutes Finanzgenie, daß selbst der amerikanische Präsident schon von ihr gehört hat. Sie arbeitet 80 Stunden in der Woche. Sie war schlauer und gerissender als die Mafia. Sie konnte problemlos untertauchen. Sie springt aus Fenstern ohne sich zu verletzen. Sie war so hübsch, daß sich alle in sie verliebt haben. Sie war so ziemlich mit allen wichtigen Männern des Buches im Bett. Kommt irgendwie bekannt vor, oder? „Meine Name ist Bond, Jane Bond“

Noch nicht einmal das Ende konnte mich versöhnen. Ich habe auf den absoluten Knall gewartet, den Jawoll!-Effekt – aber noch nicht einmal der kam. Das Ende war zwar wie erwartet, aber so unspektakulär und langweilig wie das ganze Buch.

Erst hinterher habe ich erfahren, daß „Unter Haien“ Nele Neuhaus‘ erstes Buch ist, das von den Verlagen auch abgelehnt worden ist. Sie hat es nach den Erfolgen ihre Taunus-Krimi-Reihe auf eigene Kosten veröffentlicht und sich meiner Meinung nach damit keinen Gefallen getan. Wäre das mein erstes Buch dieser Autorin gewesen, ich hätte kein weiteres von ihr angefaßt.

Fazit: Guter Schreibstil, gute Idee, leider ohne wirkliches Konzept sternstern

One Response to [Rezension] Nele Neuhaus – Unter Haien

  1. karin

    Huhu,

    ist halt auch kein Krimi und daher, glaube ich immer etwas gewöhnungsbedürftig…

    Deshalb bleibe ich persönlich auch lieber bei ihren Krimis in meiner alten Heimat Hessen.

    LG..Karin…

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