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[Rezension] Susann Rehlein – Die erstaunliche Wirkung von Glück

Posted by on 21/11/2015

Klappentext:
Dorle lebt im Souterrain eines herrschaftlichen Hauses, in dem sonst nur wohlhabende, knarzige alte Leute wohnen. In Heimarbeit steckt sie für eine Kronleuchtermanufaktur Kristalle zusammen. Und sie lässt sich von ihren Nachbarn als Concierge missbrauchen, obwohl sie gar nicht die Concierge ist. Doch Dorle ist genügsam und zufrieden mit ihrem Leben. Ganz im Gegensatz zu Annegret Sonne, vierundachtzig und voller Lebenslust. Als Frau Sonne sich zu einer dreimonatigen Reise aufmacht, bittet sie Dorle, ihre Wohnung zu hüten. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Wohnung handelt. Sie hat angeblich eine Aura, es lebt ein Kater darin, der Dinge kann, die normale Kater nicht können und per Fax treffen Aufgaben für Dorle ein, die sie an den Rand des Wahnsinns bringen. Sie muss zum Sport, zu jemandem unfreundlich sein und kochen. Sogar Dates hat sie plötzlich. Gut, die Männer sind alle über achtzig, aber sie verstehen etwas von der Liebe. So hat Joe, Dorles einziger Freund, alle Hände voll zu tun, um im Rennen zu bleiben. PS: Wurde Henriette Schräubchen schon erwähnt? Nur so viel: Sie hat rosa Haare, kann Gedanken lesen und spielt eine nicht unwesentliche Rolle in dieser Geschichte.

Meine Meinung:
Ich bin als erstes durch das schöne Cover auf diesen Roman aufmerksam geworden und nach dem Lesen des Klappentextes war ich sehr neugierig auf diese Geschichte – für mich klang sie nach einer Art Aschenputtel-Adaption, Happy-End inklusive.

Der Schreibstil von Susanne Rehlein ist definitiv besonders. Das Buch ist im Präsens von einem unbekannten Erzähler geschrieben und zwischendurch richtet sich die Autorin auch direkt an den Leser, was ich auch als ein sehr nettes Stilmittel empfand.
Die einzelnen Abschnitte sind durch Kristalle getrennt, was gut zur Geschichte und zum Cover paßt.

Leider waren das aber auch schon alle positiven Dinge, die mir zu dem Buch einfallen, denn trotz der außergewöhnlichen Geschichte und dem besonderen Erzählstil wollte der Funke bei mir einfach nicht überspringen.
Ich konnte zu keiner der Figuren eine Beziehung aufbauen, sie blieben mir komplett fremd. Dorles Art fand ich sehr befremdlich und sie selbst als zu phlegmatisch und unnahbar, vom hyperaktiven Joe erfährt man nicht sonderlich viel, Frau Sonne spielt eigentlich gar keine wirkliche Rolle und bei Frau Schräubchen fragte mich irgendwann, ob sie einfach selbige locker hat oder es doch mehr ein Märchen sein soll, als eine Erzählung?!
Die Geschichte verläuft ziemlich ruhig und ohne großen Höhepunkte, was zwischendurch doch zu einigen Längen führte. Ich fühlte mich dazu durchgehend als distanzierter Beobachter und konnte nicht ins Geschehen eintauchen, um mich wie erhofft verzaubern zu lassen und Dorles Verwandlung entgegenzufiebern.

Mich läßt dieser Roman etwas ratlos zurück, ich habe bis zum Schluß noch auf einen Höhepunkt oder ein Aha-Erlebnis gewartet – aber nichts dergleichen kam.
Da es viele sehr positive Stimmen zu diesem Buch gibt, muß man vielleicht mehr zwischen den Zeilen lesen oder das Ganze mehr philosophisch betrachten, um es zu verstehen?!

Fazit: Nette Idee, deren Umsetzung mich leider nicht fesseln konnte sternstern

Ich bedanke mich ganz herzlich bei BloggDeinBuch und Dumont für die Bereitstellung des Rezensionexemplars.

 

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