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[Rezension] Isabelle Broom – Wintersterne

Posted by on 23/12/2017

Klappentext:
Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.

Meine Meinung:
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, letztendlich habe mich damit aber leider sehr schwer getan.
Gereizt hatte mich an diesem Buch die Aussicht auf abwechlsungreiche Geschichten der drei Frauen und wie sie gemeinsam ihre Zeit in Prag verbringen und ihre Probleme bewältigen.

Abwechslung ist durch die völlig unterschiedlichen Frauen auch vorhanden, sowohl von ihrer Lebenssituation, als auch durch das Alter her. Letzteres hat mich dann schon gleich etwas irritiert, ich hatte nicht erwartet, daß die drei Frauen vom Alter her so weit auseinander sind. Außerdem gibt es kaum gemeinsame Unternehmungen der drei Frauen – man trifft sich ab und an in der Hotelbar, sieht sich in der Stadt, plaudert evt. kurz und das war es leider auch schon. Das liegt auch daran, daß zumindest zwei der Frauen mit Partner anreisen, auch etwas, das ich so nicht erwartet hatte.
Man hat also drei Geschichten in einem Buch, die sich aber leider nur wenig verknüpfen.

Recht schnell wird mir Megan sehr unsympathisch, was mir die Lust am Lesen schon ziemlich am Anfang des Buches nahm. Zudem das Geheimnis um Sophie, dem man einfach nicht näher kommt und zuletzt Hope, die eigentlich die symathischste war, deren Geschichte mich aber trotzdem am wenigsten interessierte.

Prag wird bis auf’s kleinste Detail beschrieben, hier merkt man die Liebe der Autorin zu dieser Stadt sehr deutlich. Für Kenner der Stadt werden diese Beschreibungen sicherlich jede Menge schöne Erinnerungen hervorrufen. Ich selbst war nur einmal kurz dort, deshalb war mir das alles einfach zu viel des Guten – da hätte ich mir lieber mehr Tiefe in den Geschichten bzw. mehr Miteinander der Frauen gewünscht. Irgendwie plätschern die Geschichten von den Dreien zwischen den ganzen Beschreibungen der Stadt immer nur so vor sich hin, ohne große Höhepunkte oder daß es überhaupt mal ein bißchen vorwärts ging. Das einzige das sich laufend ändert ist die Stimmung: ist es am Anfang alles noch locker und leicht, wird es immer düsterer und bedrückender.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und wer ausführliche Beschreibung von Städten und Umgebung – hier explizit Prag – mag, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.
Mir persönlich war dieses Buch einfach zu sehr in die Länge gezogen, es passierte über längere Zeit nur wenig, vieles wiederholte sich dazu immer wieder und das Ende war zwar überraschend, konnte aber die vielen Längen nicht wett machen.

(Der Originaltitel des Buches ist „A Year and a Day“, der zum Inhalt weitaus besser paßt als „Wintersterne“)

Fazit: Ausführlicher Prag-Roman mit drei unterschiedlichen Frauengeschichten sternstern

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